Das Albumcover "Ghost Code" von Smash Into Pieces zeigt den Apocalypse DJ, der in einer futuristischen Stadt steht.

Album der Woche

Smash Into Pieces mit „Ghost Code“

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„Lass nichts zwischen deinen Träumen und dir kommen. Schlag es ansonsten entzwei!“ Das ist das Motto der schwedischen Band Smash Into Pieces. Auch ihr neues Album „Ghost Code“ passt gut dazu. Über die Platte sagt die Band, dass es ihre Entwicklung und ihr Engagement symbolisiert, andere zu inspirieren, ihre Träume mit unerschüttlicher Entschlossenheit zu verfolgen.

Im letzten Jahr waren Smash Into Pieces viel unterwegs und trotzdem haben sie die Zeit gefunden, neue Songs zu schreiben und aufzunehmen. Daraus ist ihr achtes Studioalbum „Ghost Code“ entstanden – unser max neo Album der Woche. Dabei bleiben die Schweden ihrem Musikstil treu, den Gitarrist Per Bergquist so erklärt:

„Ich denke, das Fundament ist Rockmusik. Darauf kommen wir immer wieder zurück. Aber dann experimentieren wir etwas rum, mit vielen Elementen aus anderen Musikgenres. Zum Beispiel Electro, Synthwave, Dubstep oder Popmusik. Wir nehmen uns Elemente, die wir cool finden und schmeißen sie sozusagen in einen Rockmixer.“

– Gitarrist Per Bergquist

ESC-Luft schnuppern

2008 gründeten Benjamin Jennebo, Per Bergquist, Isak Snow, Viktor Vidlund und Chris Adam Hedman Sörbye im schwedischen Örebro die Band Smash Into Pieces. Mit ihrer ersten Single „Fading“ landeten sie ein Jahr später direkt in den schwedischen Charts. Auch ihr Debütalbum „Unbreakable“ kam 2013 so gut an, dass es direkt Platz sieben der schwedischen Album-Charts belegte. Seitdem hat die Band weitere Alben und Singles rausgebracht, es aber nicht mehr in die Charts geschafft. Das gelang Smash Into Pieces erst wieder im vergangenen Jahr.

Im Herbst 2022 entschieden die Jungs, beim schwedischen Vorentscheid für Eurovision Song Contest 2023 mitzumachen. Sie schafften es mit ihrem Song „Six Feet Under“ bis ins Finale und belegten dort Platz drei. Das war der Band aber nicht wichtig:

„In Schweden ist das Melodifestivalen ein sehr großes Festival. Für uns war es wichtiger, unser Ding durchzuziehen und zu zeigen, was wir machen. Der Wettbewerb an sich war uns nicht so wichtig. Es war mehr eine Chance, der schwedische Bevölkerung zu zeigen, wer wir sind.“

– Gitarrist Per Bergquist

Mit „Six Feet Under“ schafften es Smash Into Pieces nach 14 Jahren wieder in die schwedischen Charts und landeten sogar auf Platz zwei. Auch in diesem Jahr nutzte die Rockband wieder die Chance, am ESC-Vorentscheid teilzunehmen. Am Ende belegten sie zum zweiten Mal den dritten Platz im Finale. Das Lied, mit dem sie angetreten waren, landete wieder in der Top Ten der schwedischen Charts („Heroes Are Calling“). Beide Vorentscheid-Songs – „Six Feet Under“ und „Heroes Are Calling“ – sind auch auf dem neuen Album „Ghost Code“ zu finden.

Vergnügen größer als Schmerz

Bis auf drei Songs („Afterglow“, „Bleed“ und „Let It All Out“) sind alle Lieder des Albums „Ghost Code“ schon in den letzten anderthalb Jahren als Singles erschienen. Eine davon ist „Venom“: Es geht dort darum, dass man mit dem Feuer spielt und zugleich weiß, dass das Vergnügen größer als der Schmerz ist.
Laut Sänger Chris Adam transportiert „Venom“ das Gefühl, von etwas angezogen zu werden, von dem man sich nicht abwenden kann. Man fühlt lieber den Schmerz als gar nichts.

Das Album bietet einen Mix aus klassischen Smash-Songs wie „Sleepwalking“ oder „Trigger“, aber auch härteren Liedern wie „The Tide“ oder „Flow“. Die Fans konnten sich ebenfalls darüber freuen, dass die Musikvideos zu „Ghost Code“ wieder in Arcadia spielen, der Welt, die Smash Into Pieces selbst erschaffen haben. Wenn ihr statt aufwendig produzierten Musikvideos die Band lieber live sehen wollt, könnt ihr das im Herbst/Winter 2024 tun. Auf ihrer Europa-Tour schauen sie beispielsweise auch in München vorbei.

Unsere weiteren Alben der Woche findet ihr hier.